Regierungsbezirk Münster

Hauptinhalt

Im Fokus


Verständlich erklärt
Anmeldung für die weiterführende Schule

Kinder vor dem Bücherregal mit Büchern

© contrastwerkstatt/Fotolia

Für Eltern und Kinder ist die Anmeldung für die weiterführende Schule eine wichtige und emotionale Entscheidung. Nach dem Bangen um die Empfehlung für eine bestimmte Schulform geht es darum, die beste Schule für das Kind zu finden. Ist die Wahl für die Wunschschule getroffen, fehlt nur noch die Anmeldung und die Zusage. Antworten rund um das Anmeldeverfahren.

Wann können Eltern ihre Kinder an Schulen anmelden?

Das Anmeldeverfahren beginnt frühestens an dem Tag, an dem die Schülerinnen und Schüler ihr Halbjahreszeugnis an den Grundschulen bekommen. Das Datum wird vom NRW-Schulministerium festgelegt. Dieses Jahr gab es am 2. Februar2018 Halbjahreszeugnisse.

Beim Anmeldeverfahren wird zwischen dem vorgezogenen und dem regulären Verfahren unterschieden. Das vorgezogene Anmeldeverfahren beginnt direkt im Anschluss mit dem Zeugnistag und endet in der Regel nach zwei Wochen mit der Aufnahmeentscheidung und der Benachrichtigung der Eltern. Das reguläre Anmeldeverfahren findet in der dritten bis sechsten Woche des neuen Schulhalbjahrs statt.

Den genauen zeitlichen Rahmen für das Anmelde- und Aufnahmeverfahren in der Gemeinde legt der Schulträger fest. Ein vorgezogenes Anmeldeverfahren muss durch die Bezirksregierung genehmigt werden. Gründe für vorgezogene Anmeldeverfahren können sein: Schulorganisatorische Veränderungen (zum Beispiel Neugründung einer Schule, Teilstandortbildungen) oder mehr Anmeldungen als Schulplätze an einer oder mehrerer Schulen einer Schulform (Auswahlverfahren)

Können Eltern ihr Kind an zwei Schulen gleichzeitig anmelden?

Nein, der Schulträger sorgt dafür, dass jedes Kind nicht gleichzeitig an mehr als einer Schule angemeldet werden kann. Dafür wird den Eltern jedes Kindes ein Anmeldeschein von der Grundschule ausgehändigt, der bei der Anmeldung abgegeben werden muss. Der Schulträger kann zusätzlich einen unverbindlichen Zweitwunsch hinsichtlich einer weiteren Schule oder einer bestimmten Schulform auf einem Beiblatt zum Anmeldeschein abfragen.

Müssen sich Eltern an die Empfehlung für eine Schulform der Grundschule halten?

Nein, Kinder können an einer Schule nicht abgelehnt werden, weil die Grundschulempfehlung nicht mit der gewählten Schulform übereinstimmt. Allerdings hat die gewünschte Schule die Möglichkeit, sich mit den Eltern des Kindes zu beraten. Die Aufnahme in eine Schule kann vom Schulleiter bzw. von der Schulleiterin abgelehnt werden, wenn ihre Aufnahmekapazität erschöpft ist oder die Zahl der Anmeldungen die Mindestgröße unterschreitet.

Wer entscheidet, ob ein Kind angenommen wird?

Der Schulleiter bzw. die Schulleiterin entscheidet, ob der Schüler oder die Schülerin aufgenommen wird. Dabei muss die Leitung den festgelegten Rahmen beachten, insbesondere die Zahl der Parallelklassen pro Jahrgang.

Nach welchen Kriterien werden die Schüler ausgesucht?

Die Kriterien, nach denen ein Kind aufgenommen wird, sind gesetzlich festgelegt. Voraussetzung für die Aufnahme in die Klasse 5 einer weiterführenden Schule der Sekundarstufe I ist grundsätzlich ein Versetzungszeugnis der bisher besuchten Grundschule oder einer Förderschule. Als zweites Kriterium ist eine Empfehlung der Grundschule erforderlich, die dem Halbjahreszeugnis beigefügt wird. Die von der Grundschule abgegebene Empfehlung für die jeweilige Schulform ist allerdings kein Gebot, sondern lediglich eine Empfehlung.

Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität der Schule, berücksichtigt die Schulleiterin oder Schulleiter bei der Entscheidung über die Aufnahme in die Schule zunächst mögliche Härtefälle. Für die Entscheidung über die Aufnahme in der Schule zieht die Schulleiterin bzw. der Schulleiter wahlweise eines oder mehrere der folgenden Kriterien heran.

  1. Geschwisterkinder
  2. ausgewogenes Verhältnis von Mädchen und Jungen
  3. ausgewogenes Verhältnis von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Muttersprache
  4. in Gesamtschulen und in Sekundarschulen Berücksichtigung von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Leistungsfähigkeit (Leistungsheterogenität)
  5. Schulwege
  6. Besuch einer Schule in der Nähe der zuletzt besuchten Grundschule
  7. Losverfahren

Die Nummern 5 und 6 dürfen nicht herangezogen werden, wenn Schülerinnen und Schüler angemeldet worden sind, die in der Gemeinde eine Schule der gewünschten Schulform nicht besuchen können. An Schulen mit einem Angebot zum gemeinsamen Lernen gibt es für Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf ein eigenständiges Aufnahmeverfahren für diese Plätze.

Was passiert, wenn ein Kind eine Ablehnung erhält?

Wird ein Kind nicht in die gewählte Schule aufgenommen, erhalten die Eltern den Anmeldeschein zurück, damit sie ihr ihr Kind an einer anderen Schule anmelden können. Die Aufnahmeentscheidung und Benachrichtigung der Eltern sollte bis zum Ende der zweiten Anmeldewoche erfolgen. Damit bleibt den Eltern genügend Zeit, um ihr Kind im Rahmen des regulären Anmeldeverfahrens, an einer anderen Schule anzumelden.

Gegen den Ablehnungsbescheid kann Widerspruch eingelegt werden. Dieser wird von der Schule und von der Schulaufsichtsbehörde geprüft. Ein Widerspruch erwirkt nicht automatisch eine Aufnahme in der gewünschten Schule. Deshalb ist es wichtig, das Kind an einer anderen Schule anzumelden.

Wann erhalten die Familien eine Antwort?

Die Schulleiterin oder der Schulleiter trifft die Aufnahmeentscheidungen so zügig wie möglich am Ende des von der Schule organisierten Anmeldeverfahrens. Unter Umständen werden Abstimmungsprozesse mit benachbarten Schulen unter Einbezug von Schulaufsichtsbehörde und Schulträger erforderlich.

Downloads

Rechtsvorschriften

Verwandte Themen

Zusätzliche Informationen

Downloads

Service-Bereich, Kontaktformular, Inhaltsverzeichnis

Navigation

 
Move Schließen
\
Expand
Zurück Zurück Weiter Weiter
{pp_gallery_content}