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Eine Menschengruppe stehen vor einem Landschaftsbild

Auftakt zur Gestaltung der schulischen Bildung in einer digitalen Gesellschaft bei der Bezirksregierung Münster: v.l. Schulabteilungsleiter Wolfgang Weber, Prof. Dr. Regina Jucks (Westfälische Wilhelms-Universität), Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Staatssekretär Mathias Richter, Prof. Dr. Birgit Eickelmann (Universität Paderborn), Walter Ruhwinkel (Bezirksregierung), Wolfgang Vaupel (Medienberatung NRW) © Bezirksregierung Münster


22.03.2018
Digital@kompetent: Schulische Bildung in einer digitalen Gesellschaft

Münster. Wenn die Gesellschaft den digitalen Wandel erfolgreich bewältigen will, muss sie frühzeitig Potenziale und Talente von Menschen aller Altersstufen wecken. Dabei kommt der schulischen Bildung eine Schlüsselposition zu. Wie kann und muss in Zukunft schulische Bildung in einer digitalen Gesellschaft aussehen und was muss man dafür tun?

Zur heutigen (22. März) Auftaktveranstaltung „Gestaltung der schulischen Bildung in einer digitalen Gesellschaft“ hatte Regierungspräsidentin Dorothee Feller Schulträger, Schulleitungen, Schulaufsicht, Vertreter von Lehreraus- und Lehrerweiterbildung sowie der Medienberatung des Regierungsbezirks Münster eingeladen. Auch Mathias Richter, Staatssekretär im NRW-Schulministerium, nahm an der Veranstaltung teil.

„Die Digitalisierung hat die Gesellschaft so schnell und tiefgreifend verändert wie seit der industriellen Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts nicht mehr. Sie ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Als Behörde wollen wir die Menschen der Region auf dem Weg in die digitale Gesellschaft unterstützen, indem wir Initiativen bündeln und koordinieren und die Beteiligten miteinander vernetzen. Wir nehmen die Herausforderung an, um den Bezirk mit Hilfe neuer Technologien zu einem zukunftsfähigen Bildungsstandort weiterzuentwickeln. Die Erwartungen sind groß. Mit der Digitalisierung bricht ein neues Zeitalter an, das den Weg in eine „smarte“ Welt ebnen kann. Der Bildung in den Schulen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu“, sagte Feller zu Beginn der Veranstaltung.

„Kinder und Jugendliche wachsen heute von Beginn an in einer digitalen und mobil vernetzten Welt auf. Eine moderne Schulpolitik muss darauf reagieren und die Chancen nutzen, die sich durch das Lernen mit digitalen Medien ergeben“, erklärte Staatssekretär Mathias Richter und betonte: „Unser Auftrag besteht darin, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten und unsere Schulen bei dieser großen Herausforderung bestmöglich zu unterstützen. Wir stärken die Medienkompetenzen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften und verankern das Lernen mit digitalen Medien fest im Unterricht. Außerdem unterstützen wir die Kommunen bei der Modernisierung ihrer Schulgebäude, denn eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung besteht in einer modernen Schulinfrastruktur."

Vor rund 150 Zuhörern hielt Ralph Müller-Eiselt von der Bertelsmann Stiftung einen Vortrag mit dem Titel „Humboldt vs. Orwell – Wohin führt die digitale Bildungsrevolution?“ und betonte, dass die anstehenden Veränderungen nicht zu stoppen seien und es nun gelte den digitalen Wandel aktiv zu gestalten.

„Schule und digitale Bildung: Zielsetzungen, Befunde und Perspektiven“ wurden von Prof. Dr. Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn thematisiert. Nach den Vorgaben der Kultusministerkonferenz seien die Bundesländer verpflichtet, die Digitalisierung von Schule zu unterstützen. Dabei habe man die Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die Lehrerbildung in den Blick zu nehmen und beides zukunftsfähig zu gestalten.

Zehn digitale Lernforen

Gruppe mit Maltablet

Marcel Feichtinger zeigt im Lernforum „Zugänge zum digitalten Lernen bei körperlichen Einschränkungen“ Hilfsmittel für den Unterricht. © Bezirksregierung Münster

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In zehn digitalen Lernforen konnten die Teilnehmer selbst aktiv erleben und begreifen wie digitale Medien in Lernsituationen und im Unterricht nutzbar gemacht werden können.

Das Konzept zur „Gestaltung der schulischen Bildung in einer digitalen Gesellschaft“ zeigt den fachlichen Rahmen auf, beschreibt lernfördernde Grundstrukturen in Schulen, beantwortet Fragen zur Hard- und Softwareausstattung von Schulen sowie Hinweise zu regionalen Steuerungs- und Kooperationsstrukturen.

Den Konferenzteilnehmern wurde von grundlegendem Basiswissen bis zu fachspezifischen Knowhow ein großes Spektrum an Informationen angeboten, mit denen sich für den jeweiligen Aufgabenbereich die notwendigen innovativen Prozesse anstoßen lassen.

Die Bezirksregierung Münster hat mit der Konferenz den Startpunkt gesetzt, um unsere rund 870 Schulen im Bezirk digital und kompetent für die Zukunft aufzustellen. Bildung ist der Schlüssel, um möglichst viele Menschen am digitalen Wandel teilhaben zu lassen. Unsere Schulen sind bereits heute die wertvollste „soziale“ Infrastruktur von Städten und Regionen und werden in Zukunft weiterhin große Bedeutung haben. Wenn sich die aus der Digitalisierung ergebenden Möglichkeiten unterrichtswirksam genutzt und in den Schulen die erforderlichen Kompetenzen erfolgreich vermittelt werden, ist unsere Gesellschaft auf einem guten Weg. Im Unterricht muss Lehren und Lernen mit und über digitale Medien stattfinden. Für eine nachhaltige Gestaltung des digitalen Wandels im Schulbereich müssen Initiativen zielgerichtet gebündelt und koordiniert werden. Die Bezirksregierung Münster setzt genau hier an und vernetzt Infrastrukturbildung und Schulentwicklung. Mit Hilfe digitaler Technologien zu lehren und zu lernen muss eine Selbstverständlichkeit werden. Wenn alle Gruppen gemeinsam und abgestimmt handeln und Verantwortung für die Zukunft übernehmen, kann der digitale Wandel gelingen.

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