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RPin Feller und das Ehepaar Wittkowski

Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) zeichnete Prof. Dr. Werner Wittkowski (Mitte) und Dr. Cornelia Wittkowski (r.) mit dem Bundes­verdienst­kreuz am Bande aus © Bezirksregierung Münster


26.10.2018
Zwei Münsteraner Mediziner mit Bundes­verdienst­kreuz ausge­zeichnet

Münster. Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande zeichnete heute (26. Oktober) Regierungspräsidentin Dorothee Feller die beiden Mediziner Prof. Dr. Werner (78 Jahre) und Dr. Cornelia Wittkowski (68 Jahre) aus. Die Eheleute aus Münster haben sich durch jahrzehntelanges Engagement im sozialen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

„Ich freue mich, Ihnen beiden zugleich das Bundesverdienstkreuz überreichen zu dürfen. Ohne das soziale Engagement Einzelner wäre unsere Gesellschaft sehr viel ärmer“, betonte Feller bei der Feierstunde.

Das Ehepaar Wittkowski gründete im Jahr 1988 den Verein „Studienförderung Passo Fundo e. V.“. Ziel des aus privaten Spenden finanzierten Vereins ist es, besonders begabten, armen Kindern und Jugendlichen in der knapp 200.000 Einwohner zählenden Stadt Passo Fundo in Brasilien eine Universitätsausbildung zu ermöglichen. Nach Passo Fundo wurden in weiteren Universitätsstädten Brasiliens – Porto Alegre, Sao Joao del Rei, Sao Luis und Araruna – mit befreundeten Partnern ebenfalls Stipendiatengruppen gegründet. Die Förderung der Stipendiaten ist an die Bedingung geknüpft, sich für soziale Projekte einzusetzen. Mit diesem sozialen Engagement wird ein kleiner Schritt zur Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse geleistet. Die Eheleute Wittkowski setzen so auf „Hilfe zur Selbsthilfe“. Sie sind die Motoren der Studienförderung. Seit 1988 konnten mehr als 200 Stipendiaten mit Hilfe der Studienförderung ihr Studium erfolgreich abschließen. Die Eheleute Wittkowski haben die Arbeit in Deutschland, aber ebenso durch Besuche vor Ort, begleitet. Um die Projekte besser betreuen zu können, hat Cornelia Wittkowski portugiesisch gelernt. 20 Stunden in der Woche widmet sie sich der Studienförderung. Werner Wittkowski ist Vorsitzender des Vereins. Seit 2013 unterstützt der Verein außerdem Studierende in Kenia und Malawi. Voraussetzung für ein Stipendium ist auch dort ein guter Schulabschluss und anhaltendes soziales Engagement. Viele junge Menschen verdanken diesem Einsatz eine große Chance für ihr Leben. Die Stipendiaten sollen befähigt werden diese ideelle und praktische Sozialarbeit in das Berufsleben weiterzutragen und sich als Multiplikatoren für soziale Gerechtigkeit einzusetzen.


In bescheidener und zurückhaltender Weise unterstützen Cornelia und Werner Wittkowski Benachteiligte und geben jungen Menschen eine Lebensperspektive.

Im Juni 2018 erhielt die Studienförderung Passo Fundo mit anderen gemeinnützigen Organisationen das Zertifikat des Deutschen Spendenrats. Es bescheinigt den sparsamen und transparenten Umgang mit Spendenmitteln sowie ethische Prinzipien in der Spendenwerbung.

Cornelia Wittkowski hat neben dem Engagement für „Passo Fundo e. V.“ zahlreiche Funktionen in der Pfarrgemeinde St. Ludgerus und St. Pantaleon in Münster-Roxel. Von 1998 bis 2013 gehörte sie dem Pfarrgemeinderat an. Von 2001 bis 2009 war sie Vorsitzende. Im Rat der Seelsorgeeinheit arbeitete sie von 2009 bis 2013 mit. Ab 1993 wirkte sie im Leitungsteam der Katholischen Frauengemeinschaft mit und unterstützte von 1989 bis 1999 den Aufbau der Pfarrbücherei sowie die Einführung der EDV. Im Verein „Von Mensch zu Mensch“ engagiert sie sich seit 2006. Von 2012 bis 2015 war sie außerdem im Vorstand des Vereins tätig. Dabei unterstützt sie in vielfältiger Weise hilfsbedürftige Menschen vor Ort.

Werner Wittkowski war von 1985 bis 2005 Direktor des Bereichs Ana­tomie/Neuro­anatomie an der Westfä­lischen Wilhelms-Universität in Münster und lehrte auch nach seiner Emeritierung bis 2014. Darüber hinaus hat er für die Unterstützung von Studierenden große Anerkennung erfahren. Von der Fachschaft der Medizinischen Fakultät der Universität Münster wurde er 1990, 1994 und 1996 als „Lehrer des Jahres“ für sein herausragendes Engagement bei der Studierenden­betreuung geehrt. Im Jahr 2011 erhielt er als außergewöhnliche Würdigung von der Fachschaft Medizin der Universität Münster den bisher einmalig vergebenen Preis für sein Lebenswerk.

Das Ehepaar Wittkowski hat vier Kinder und lebt in Münster.

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