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Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) überreicht die Anerkennungsurkunde an Prof. em. Dr. Line Kossolapow (2.v.l.) im Beisein von Prof. Dr. Martin Winter (2.v.r.) und Sandor Ahlers (r.) © Bezirksregierung Münster


06.11.2018
„Stiftung Haus Vortlage für Gestaltete Inter­aktion (G. I.) nach Kosso­lapow/Mannz­mann“ anerkannt

Münster/Lengerich. Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat heute (6. November) die Anerkennungsurkunde für die Lengericher „Stiftung Haus Vortlage für Gestaltete Interaktion (G. I.) nach Kossolapow/Mannzmann“ an den Stiftungsvorstand Prof. em. Dr. Line Kassolapow, Prof. Dr. Martin Winter und Sandor Ahlers überreicht.

Die beiden Universitätsprofessorinnen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Prof. Dr. Anneliese Mannzmann (inzwischen verstorben) und Prof. Dr. Line Kossolapow, erwarben 1978 das urkundlich 1241 erstmals erwähnte Rittergut „Haus Vortlage“. Das Haus wurde unter Denkmal- und Naturschutz gestellt und zu einem „Ort innerer Aufrüstung“. Kunst, Kunsttherapie und die Idee eines Gesamtkunstwerkes werden seitdem gefördert und gepflegt.

Für die Stiftung bildet die „Gestalte Interaktion“ einen besonderen Stellenwert. Damit ist die von Prof. Dr. Anneliese Mannzmann und Prof. Dr. Line Kossolapow geprägte künstlerisch-kreative Methode zur Stärkung von Lebens- und Berufskompetenzen Einzelner und von Gruppen gemeint. Beide haben insbesondere beim Aufbau von kunsttherapeutischen Studiengängen mitgewirkt. Das „Vortlager Modell“ verbindet Wissenschaft, Kunst und Leben und wurde von den beiden Professorinnen entwickelt. Das „Vortlager Modell“ und die wissenschaftlichen Arbeiten sowie die Kunstwerke von Leonila Tichonowna zu bewahren, zu archivieren und zu präsentieren ist Ziel der Stiftung.

Haus Vortlage soll auch zukünftig als Kultur- und Bildungsstätte der Allgemeinheit zugänglich sein und als kultureller Mittelpunkt für Tagungen und Seminare, als wachsendes Museum und Ausstellungsort zur Verfügung stehen. Die bauliche Substanz der Vortlage ist bereits seit 1978 mit Blick auf sozial-kreative Aus- und Fortbildungsangebote restauriert worden. Diese Angebote gilt es zu erhalten und auszubauen.

Die Stiftung widmet sich außerdem der Sozialwissenschaft- und Kreativitätsforschung, fördert Erziehung und Bildung, Kunst und Kultur. Außerdem sind Förderungen im Bereich des Denkmalschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege möglich.

Das anfängliche Stiftungsvermögen stammt aus dem Nachlass von Prof. Dr. Anneliese Mannzmann, die gemeinsam mit der Stifterin Haus Vorlage in Lengerich bewohnte. Das Eigentum an Haus Vortlage wird zur Hälfte an die Stiftung übertragen. Da die Stiftung als Hybridstiftung errichtet wurde, gliedert sich das Stiftungsvermögen in nicht verbrauchbares und verbrauchbares Vermögen. Während das nicht verbrauchbare Vermögen in seinem Wert ungeschmälert zu erhalten ist, kann das verbrauchbare Vermögen zur Erfüllung der satzungsgemäßen Zwecke verbraucht werden. Zuwendungen sowohl in das Stiftungsvermögen als auch zur zeitnahen Verwendung sind jederzeit möglich.

Die „Stiftung Haus Vortlage für Gestaltete Interaktion (G. I.) nach Kossolapow/Mannzmann“ ist die 7. Stiftung in Lengerich und die 646. im Regierungsbezirk Münster.

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