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Gesamtschulen, Sekundarschulen, Gemeinschaftsschulen, Primusschule


Weitere integrierte Schulformen
Sekundarschulen

Jugendliche sitzen vor einem Computer

© Alexander Raths/fotolia

Die Sekundarschulen sind Schulen des längeren gemeinsamen Lernens. Die Sekundar­schule gibt es als neue Schulform seit 2012. Sie umfasst die Jahr­gänge fünf bis zehn und ist in der Regel mindestens dreizügig. Für die Er­richtung sind mindestens 25 Schüler­innen und Schüler pro Klasse erforderlich. Die neue Schulform Sekundarschule trägt dazu bei, ein attraktives und wohnort­nahes Schulangebot in den Gemeinden zu erhalten.

Die Sekundarschule fördert Kinder und Jugendliche mit vielfältigen, unterschiedlichen Kompetenzen und hält - wie die Gesamtschulen - Laufbahnentscheidungen möglichst lange offen. Sie bereitet Schülerinnen und Schüler sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vor.

Der Unterricht in den Klassen 5 und 6 findet im Klassenverband statt und knüpft an Unterrichtsformen und -inhalten der Grundschule an. Dabei wird im Rahmen der Weiterentwicklung der Schulen zu Lernorten des gemeinsamen Lernens von Anfang an auf individuelle Förderung Wert gelegt. Neuere Lernformen fördern das eigenverantwortliche und selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler.

Ab dem 7. Jahrgang kann der Unterricht auf der Grundlage eines Beschlusses des Schulträgers integriert, teilintegriert oder in mindestens zwei getrennten Bildungsgängen (kooperativ) erfolgen. Die meisten Sekundarschulen im Bereich der Bezirksregierung Münster werden als teilintegrierte Sekundarschulen geführt.

Fremdsprachenangebot und Wahlpflichtunterricht

Ab der Klasse 6 oder 7 wählen die Schülerinnen ein weiteres Fach, in dem ergänzende individuelle Schwerpunkte gesetzt werden können. Dieser Unterricht besteht aus dem Angebot einer zweiten modernen Fremdsprache oder Latein in der Klasse 7 und als Wahlpflichtangebot ab der Klasse 6 oder 7 aus mindestens einem Angebot aus den Lernbereichen Arbeitslehre, Naturwissenschaften oder Fächern oder Fächerkombinationen mit gesellschaftswissenschaftlich-wirtschaftswissenschaftlichem, mathematisch-naturwissenschaftlichem oder mit künstlerisch-musischem Schwerpunkt. Ab Klasse 8 kann eine weitere Fremdsprache als zweite oder dritte Fremdsprache gewählt werden.

Fachleistungsdifferenzierung und Ergänzungsstunden

Ab Klasse 7 bietet die Sekundarschule in einigen Fächern unterschiedliche Leistungsebenen an, um den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Diese Fachleistungsdifferenzierung gibt es zunächst in Englisch und Mathematik.

Ab Klasse 8 oder 9 wird in Deutsch zwischen Grund- und Erweiterungsebene differenziert, ab Klasse 9 folgen die Fächer Physik oder Chemie. In der Sekundarschule der teilintegrierten Form wird die Fachleistungsdifferenzierung dabei so angewandt, dass der Unterricht auf den zwei Anspruchsebenen in der Regel in äußerer Fachleistungsdifferenzierung erteilt wird. In der Sekundarschule in kooperativer Form wird der Unterricht ab der Klasse 7 nach Bildungsgängen getrennt erteilt.

Weiterer Bestandteil des Unterrichtsangebotes sind die Ergänzungsstunden, die neben dem Angebot einer weiteren Fremdsprache in der Klasse 8 vor allem der Förderung in den Fächern Deutsch, Mathematik, in den Fremdsprachen, im Lernbereich Naturwissenschaften und in dem Fach des Wahlpflichtunterrichts dienen. Zusätzlich können unter anderem Kursangebote im Bereich der Berufsorientierung angeboten werden.

Gebundene Ganztagsschule

Aufgrund ihres besonderen pädagogischen Konzeptes sind Sekundarschulen in der Regel gebundene Ganztagsschulen. Dies bedeutet, dass den Schülerinnen und Schülern an mindesten drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot bereitgestellt wird, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst. An allen Tagen des Ganztagsschulbetriebes wird den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen bereitgestellt.

Abschlüsse

Die Sekundarschule bietet wie die integrierte Gesamtschule alle Abschlüsse der Sekundarstufe I an und bereitet Schülerinnen und Schüler sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vor. Es können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden: der Hauptschulabschluss (am Ende der Klasse 9), der Hauptschulabschluss nach Klasse 10, der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) nach Klasse 10.

Der Erwerb des mittleren Schulabschlusses berechtigt unter bestimmten Bedingungen zum Besuch der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums, der Gesamtschule oder entsprechender vollzeitschulischer Bildungsgänge des Berufskollegs.

Die Sekundarschule verfügt über keine eigene Oberstufe, sie geht aber mindestens eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder mit einem Beruflichen Gymnasium ein. Damit ist sichergestellt, dass Eltern bei der Anmeldung genau wissen, wo ihr Kind das Abitur machen kann.

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