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Regionalplanung


Neubau einer Ferngasleitung Zeelink 2

Von Legden im Kreis Borken nach St. Hubert im Kreis Viersen

Übersichtskarte „Zeelink“

Übersichtskarte „Zeelink“ © Open Grid Europe GmbH

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Die Erdgas­transport­gesellschaft Open Grid Europe GmbH (OGE) plant den Neu­bau einer mehr als 200 Kilometer langen Fern­gas­leitung von Legden nach Aachen. Diese Fern­gas­leitung Zeelink soll mit einem Durchmesser von 1.200 Millimeter (DN 1200) gebaut werden. Zeelink ist in zwei Ab­schnitte unterteilt. Die nördliche Hälfte reicht von Legden im Kreis Borken bis zur Ver­dichter­station St. Hubert im Kreis Viersen (Zeelink 2). Unter Feder­führung der Bezirks­regierung Münster haben die zuständigen Regional­planungs­behörden (Regional­verband Ruhr, Bezirks­regierungen Düsseldorf und Münster) in einem sogenannten Raum­ordnungs­verfahren die Raum­verträglich­keit dieses raum­bedeutsamen Vorhabens geprüft.

Der Bedarf für diese neue Gas­leitung ist mit dem Netz­entwicklungs­plan (NEP) Gas 2015 festgestellt worden. Das Vor­haben ist erforder­lich, um die Um­stellung von Low- auf High-Gas in weiten Teilen von NRW sicherzustellen. Die In­betrieb­nahme von Zee­link ist für Anfang 2021 geplant.

Das Raumordnungsverfahren für den südlichen Abschnitt von St. Hubert bis Aachen (Zeelink 1) ist parallel unter Federführung der Bezirksregierung Köln durchgeführt worden.

Bestimmung der raumverträglichsten Trasse

Nachdem der Bedarf für diese neue Ferngasleitung durch den Netzent­wicklungs­plan Gas 2015 festgestellt worden ist, ist im nächsten Planungs­schritt die raumverträglichste Trasse durch ein Raum­ordnungs­verfahren bestimmt worden. Daran schließt sich nun das Planfeststellungsverfahren an.

Während im Raumordnungsverfahren die Prüfung in einem regionalen Maßstab erfolgt, findet im Planfeststellungsverfahren eine detaillierte Betrachtung und Untersuchung der im Raumordnungsverfahren gefundenen Trasse und eine rechtsverbindliche Festlegung statt.

Antragskonferenz

Zur Vorbereitung des Raumordnungs­verfahrens fand am 24. Juni 2015 eine Antrags­konferenz (Scoping) statt. Hierin wurde den betroffenen Behörden und öffentlichen Stellen die Planung vorgestellt und mit ihnen die Untersuchungs­inhalte für die Umwelt­verträglich­keits­untersuchung (UVU) abgestimmt.

Beteiligung

Auf der Grundlage der Ergebnisse der Antragskonferenz hat der Vorhabenträger OGE die erforderlichen Unterlagen erarbeitet. Nachdem die Unterlagen vollständig vorlagen, wurde das Raumordnungsverfahren eingeleitet. Die Verfahrensunterlagen lagen vom 9.5.2016 bis einschließlich 1.7.2016 öffentlich aus.

Gemäß § 15 Abs. 3 ROG hatten Personen, die von dem Vorhaben in ihren Belangen berührt werden, und öffentliche Stellen, deren Aufgabenbereich berührt wird, Gelegenheit, während der Auslegungsfrist Stellung zum Projekt zu nehmen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem vollständigen Bekanntmachungstext und den Verfahrensunterlagen.

Am 24.10.2016 wurden die einge­gangenen Stellung­­nahmen mit den Verfahrens­beteiligten er­örtert.

Verfahrensunterlagen

Machbarkeitsstudie Rheinquerung

Für die im Trassenverlauf der Gasfernleitung Zeelink 2 notwendige Querung des Rheins wurde 2015 eine Machbarkeits- und Variantenstudie erstellt. Es handelt sich in erster Linie um eine bautechnische Voruntersuchung mit deren Hilfe eine bestmögliche Kreuzungsstelle gefunden werden soll. Mögliche Bauverfahren wurden miteinander verglichen und bewertet, die mögliche Zu- und Weiterführung der Trasse betrachtet. Die Studie umfasst auch eine naturschutzfachliche Betrachtung, um eine Gesamtbewertung der Kreuzungsvarianten zu erhalten. Eine genauere ökologische Bewertung von Kreuzungs- und Trassenvarianten enthält jedoch die Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) der Verfahrensunterlagen (siehe oben).

Zur umfassenden Information wird die Machbarkeitsstudie Rheinquerung hier zur Verfügung gestellt:

Verfahrensabschluss

Basierend auf den Ergebnissen des Beteiligungsverfahrens wurde durch die Regionalplanungsbehörden eine Raumordnerische Beurteilung mit Begründung erarbeitet. Sie bildet den inhaltlichen Abschluss des Verfahrens und wurde dem Vorhabenträger OGE zugesandt.

Die Raum­­ordnerische Beur­teilung mit Be­gründung wird für die Dauer von fünf Jahren zur Einsicht­­nahme für jedermann bei allen betroffenen Kreisen, Städten und Gemeinden sowie bei den Bezirksregierungen Düsseldorf und Münster und dem Regionalveband Ruhr ausgelegt. Die Aus­legung wurde in den Amtsblättern der Bezirks­­regierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster öffentlich bekanntgemacht.

Die Regionalräte und die Verfahrensbeteiligten werden über das Ergebnis des Raum­ordnungs­ver­fahrens informiert.

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