Frau im Labor

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Arbeitsschutz


Biologische Arbeitsstoffe

Frau arbeitet im Labor

© Gina Sanders/Fotolia

Unter biologischen Arbeitsstoffen versteht man Mikroorganismen, wie Bakterien, Pilzen oder Viren, die beim Menschen Infektionen und sensibilisierende oder toxische Wirkungen hervorrufen können. Mehr Beschäftigte als allgemein vermutet sind bei ihrer Tätigkeit Biologischen Arbeitsstoffen ausgesetzt.

Die Biostoffverordnung fasst die Biologischen Arbeitsstoffe unter dem Begriff „Biostoffe" zusammen. Die Verordnung regelt die Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen und enthält Regelungen zum Schutz der Beschäftigten. Seit der Novellierung liegt ein besonderer Schwerpunkt der Verordnung auf dem Schutz der Beschäftigten im Gesundheitswesen vor Nadelstichverletzungen.

Erlaubnisvorbehalt

Weiterhin sieht die Verordnung einen Erlaubnisvorbehalt für bestimmte Tätigkeiten vor und zwar:

  • im Gesundheitswesen,
  • in der Biotechnologie,
  • in Laboratorien und
  • der Versuchstierhaltung.

Dies bedeutet, dass die beschriebenen Tätigkeiten verboten sind, es sei denn, die zuständige Bezirksregierung hat hierfür eine Erlaubnis erteilt. Erst das Vorliegen der Erlaubnis legalisiert also bestimmte Tätigkeiten (siehe auch § 15 Biostoffverordnung).

Neben der Erlaubnis sind einige Tätigkeiten auch anzeigepflichtig (siehe auch § 16 Biostoffverordnung).

Regelungen zum Schutz der Beschäftigten

Die Biostoffverordnung enthält die grundlegenden Anforderungen zum Schutz Beschäftigter vor Infektionsgefahren sowie toxischen und sensibilisierenden Wirkungen. Sie differenziert zwischen:

  • gezielter Tätigkeit, wie zum Beispiel in Biotechniken und
  • nicht gezielter Tätigkeit, wie zum Beispiel in der Abfallwirtschaft, der Abwasserbehandlung oder der Landwirtschaft.

Ausgangspunkt aller Überlegungen zum Schutz der Gesundheit ist dabei die Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz. Sie wird in der Biostoffverordnung und den Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 400 zu Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen konkretisiert.

Technische Regeln (TRBA) geben Hilfestellung. Sie stufen zum Beispiel Bakterien, Parasiten, Pilze und Viren in Risikogruppen ein. Sie unterteilen auch Arbeitsgebiete in besondere Arbeitsbereiche und Tätigkeiten.

Der Arbeitgeber, der sich im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung und der einzuhaltenden Maßnahmen an die für seine Branche geltenden TRBA hält, kann darauf vertrauen, dass er die Anforderungen der Biostoffverordnung erfüllt („Vermutungswirkung“).

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