Regierungsbezirk Münster

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Azubi mit Vermessungsgerät

Ausbildung in der Bezirksregierung
Vermesser in spe

Thomas Gesenhues aus Alstätte möchte „Vermesser“ werden. Jeder Autofahrer freut sich, wenn er einen Vermesser am Straßenrand sieht: „Wenn wir in der Nähe einer Straße arbeiten, fahren die Autos langsamer. Aber die Fahrer merken schnell, dass wir nicht blitzen. Blitzer sind selten gelb angemalt. Das würde ja auch keinen Sinn machen“, erklärt Thomas Gesenhues und lächelt dabei. Er macht gerade eine Ausbildung zum Vermessungstechniker bei der Bezirksregierung Münster.

„Ich arbeite sehr gerne mit Zahlen und Karten. Mich hat schon in der Schule immer Mathematik und Erdkunde interessiert.“  Zusammen mit einem Ingenieur und einem Messgehilfen aus dem Bereich Flurbereinigung misst der 21-Jährige im ganzen Regierungsbezirk Flächen aus.

Azubi schaut auf Vermessungsgerät

© Bezirksregierung Münster

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Was macht ein Vermesser?

Mit Hilfe modernster Technik wie zum Beispiel der Satellitenvermessung oder Photogrammetrie wertet das Team überwiegend Bodenflächen aus. Der Vermessungstechniker erfasst die Geodaten und ermittelt damit Koordinaten, die die Lage und die Grenzen einer Fläche festlegen. Aus den Koordinaten lässt sich auch berechnen, wie groß die Fläche ist. Wie sie aktuell genutzt wird, sieht man bei der Messung vor Ort oder im Luftbild. Gewässer wie Bäche, Teiche oder Seen werden auch vermessen, um zu sehen, wo genau die Grenzen verlaufen. Die gewonnenen Daten werden in Geoinformationssystemen (GIS) visualisiert und in Planungsunterlagen, Karten oder das Liegenschaftskataster übertragen.

Die Messdaten bieten die Grundlage für wichtige Entscheidungen. Zum Beispiel werden die Daten für die ländliche Bodenordnung, die sogenannte Flurbereinigung, gebraucht. In diesem Verfahren werden die land- und forstwirtschaftlichen Flächen neu geordnet, aber auch Infrastrukturvorhaben, wie zum Beispiel der Neubau von Straßen oder Schienentrassen durch Bereitstellung der notwendigen Fläche unterstützt. „Ich finde es toll, wenn die Daten, die ich gemessen habe oder an denen ich beteiligt war, für so wichtige Projekte gebraucht werden.“

Vermessungsgerät an einer Landstraße

© Bezirksregierung Münster

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Thomas Gesenhues ist im dritten Lehrjahr und begeistert von seiner Ausbildung: „Man muss sich immer wieder auf ein neues Arbeitsumfeld einstellen. Das ist jedes Mal eine Herausforderung und macht die Arbeit spannend.“ Je nach Jahreszeit und Umgebung verändert sich die Vorgehensweise. „Im Winter ist der Acker nicht so stark bewachsen und ich habe freie Sicht und kann problemlos meine Messepunkte einrichten. Stehen auf dem Feld Bäume und sie blühen in voller Pracht, wird es komplizierter. Wenn der Mais auf dem Acker hoch steht, kann ich nicht gut querfeldein messen, sondern muss mir, wenn es nicht anders geht, eine Schneise schlagen.“

Thomas Gesenhues berechnet nicht nur Flächen, sondern lernt während seiner Ausbildung auch, wie man Gebäude oder Bäume ausmisst. Inzwischen hat er auch externe Stationen absolviert, wie zum Beispiel beim Katasteramt des Kreises Steinfurt. Dort übte er das Einmessen von Gebäuden und erhielt einen Einblick in die Führung des Liegenschaftskatasters. Vor Kurzem war er außerdem bei einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur, bei dem er Einblicke in die Tätigkeiten einer freiberuflichen Vermessungsstelle gewinnen konnte. Dort war er unter anderem an der Erstellung von Lageplänen beteiligt.

Rotes Transporter der Bezirksregierung Münster an einer Landstraße

© Bezirksregierung Münster

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Rolle der Bezirksregierung Münster

Die Bezirksregierung berät alle Beteiligten, die die Auszubildenden betreuen und bildet im Bereich  Flurbreineigung selbst Vermessungstechniker aus. Außerdem führt die Behörde Buch über alle Auszubildenden und vermittelt jedem einen zuständigen Berater. Das Dezernat für Katasterwesen der Bezirksregierung ist außerdem für die Prüfung zum Vermessungstechniker/in und Geoinformatiker/in zuständig.

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