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Förderbescheidübergabe

Zuwendung für Spitzentanz: V.l.: Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Yoshika Waki, Rolf Baumgart, Georg Veit (Kulturdezernent der Bezirksregierung), Ludger Schnieder (Intendant Pumpenhaus) © Bezirksregierung Münster


10.01.2018
195.000 Euro für Bodytalk: Bezirksregierung fördert Tanzkompanie

Münster. Die Bezirksregierung Münster hat der Tanzkompanie Bodytalk eine Zuwendung in Höhe von 195.000 Euro bewilligt. Regierungspräsidentin Dorothee Feller überreichte heute (10. Januar) den Zuwendungsbescheid an Yoshiko Waki und Rolf Baumgart, den Gründern der Tanzkompanie. „Ich freue mich, dass sich Ihr außerordentliches Tanzkonzept in Münster etabliert hat und Impulse für die professionelle Szene gibt“, sagte die Regierungspräsidentin bei der Übergabe des Bescheides.  „Ich verspreche mir durch Ihr Engagement außerdem Unterstützung für die breitangelegte regionale Strukturförderung des Tanztheaters.“

Das Geld stammt aus dem Fördertopf des Landes Nordrhein-Westfalen für Freie und zeitgenössische Tanzkompanien. Es wird auf drei Jahre verteilt, so dass für diese Zeit Konzepte entwickelt und hochkarätige internationale Engagements verlässlich geplant werden können.

Bodytalk ist eine Tanzkompanie, die 2008 von Yoshiko Waki und Rolf Baumgart gegründet wurde, 2016 von Köln nach Münster gekommen ist und mit dem Theater im Pumpenhaus eine neue, zunächst auf sechs Jahre geplante Produktionskooperation eingegangen ist. Bodytalk kann sich mit der Zugehörigkeit zu einem festen Haus stärker als festes Ensemble etablieren und somit internationale Gasttänzer und künstlerisches Personal länger an sich binden. Das Tanzlabel Bodytalk ist bereits zwei Mal in die Spitzenförderung des Landes aufgenommen worden und konnte für die Jahre 2018 bis 2020 wiederum für diese begehrten Fördergelder ausgewählt werden. Es wurde auch von der Kulturstiftung des Bundes in das Doppelpass-Förderprogramm aufgenommen.

„Bodytalk“ versteht sich selbst als konsequent regionales und politisches Tanztheater und arbeitet häufig mit treibender Livemusik. Die Choreografien der Kompanie im Pumpenhaus führen den radikalen, teilweise provozierenden und massiv wirkenden Stil des österreichischen Tänzers und Choreografen Hans Kresnik fort, der einer der Pioniere des deutschen Tanztheaters ist und die tanzübliche Ästhetik gesprengt hat.

Im Pumpenhaus inszenierte die Tanzkompanie Stücke, die einerseits wie „AtomHeartMother“ mit ihrer dröhnenden Musik politisch aktuell und kompromisslos provozieren. Andererseits sieht man auch Produktionen wie „Godos und Glück“, die von einem Mythos ausgehend inmitten von hochtourigem, expressivem Tanztheater auch lyrische und melancholische Bilder anbieten.

Die Tanzkompanie hat in Münster bereits auf dem Bremer Platz mit Randgruppen und Bewohnern des Platzes partizipativ gearbeitet und dort auch inszeniert. Drei Tänzer, eine Schauspielerin und ein Opernsänger waren dort mit von der Partie.

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