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Erdkabel

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02.11.2018
Planunterlagen zum Neubau des 380-kV-Höchstspannungskabels von Legden Süd bis Asbeck liegen aus

Münster/Kreis Borken/Legden. Die Bezirksregierung Münster hat das Anhörungsverfahren zur Planfeststellung für einen weiteren Abschnitt der 380-kV-Höchstspannungsleitung Wesel – Meppen von Legden-Süd nach Asbeck eingeleitet.

Mit der Auslegung der Planunterlagen für den nächsten Teilabschnitt vom 5. November bis zum 4. Dezember 2018 setzt die Bezirksregierung das Verfahren zur geplanten Energietransportleitung des an Nord- und Ostsee gewonnenen Windenergiestroms in die Ballungszentren im Süden der Bundesrepublik fort.

Die Firma Amprion GmbH hatte im Sommer die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für diesen Teilabschnitt der 380 kV-Leitung beantragt und kürzlich die Planunterlagen eingereicht. Es geht um einen etwa 5,1 Kilometer langen Neubauabschnitt, der auf dem Gebiet der Gemeinde Legden ausschließlich als Erdkabel verlegt werden soll. Dabei kommen zwei unterschiedliche Bautechniken zum Einsatz. Zwischen den beiden ebenfalls neu zu bauenden Kabelübergabestationen Legden und Asbeck sind zunächst ein Kabeltunnel in einer Tiefe von mehr als 10 Meter vorgesehen und im weiteren Verlauf ein Kabelgraben, der in offener Bauweise etwa 1,80 Meter tief angelegt wird. Damit der Strom fließen kann, sind zur Überwindung der Höhenunterschiede zwei Übergangsbauwerke erforderlich. Hinzu kommt noch ein Schachtbauwerk, von dem aus der Tunnel in beiden Richtungen im Rohrvortriebsverfahren hergestellt wird. Nach den bereits in Raesfeld und Borken fertiggestellten Höchstspannungserdkabeln wird hier nun ein weiteres Kabel durch Legden geführt, bei dem Amprion auf der Grundlage des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG) zusätzlich zur Erdkabelverlegung erstmalig auch die Tunnelbauweise anwenden will. Für dieses erneute Pilotvorhaben hat die Bezirksregierung nunmehr das gesetzlich vorgeschriebene Anhörungsverfahren eingeleitet.

Die Planunterlagen können in dem genannten Zeitraum sowohl in den vom Verfahren betroffenen Gemeinden Legden, Heiden und Schöppingen (die letzteren beiden betroffen durch Kompensationsmaßnahmen) eingesehen als auch auf der Internetseite der Bezirksregierung aufgerufen werden.

Einwendungen können sowohl bei den genannten Kommunen als auch bei der Bezirksregierung Münster bis zum 18. Januar 2019 einschließlich erhoben werden. Danach wird die Bezirksregierung die eingegangenen Einwendungen erfassen und der Amprion GmbH Gelegenheit zur Stellungnahme geben.

Im Anschluss daran wird voraussichtlich ein Erörterungstermin stattfinden, an dem die rechtzeitig erhobenen Einwendungen sowie auch die von den Trägern öffentlicher Belange zu dem Energiebauvorhaben eingeholten Stellungnahmen mit allen Verfahrensbeteiligten, auch den Vertretern des Natur- und Umweltschutzes, besprochen werden. Das Erörterungsergebnis fließt in die abschließende Prüfung und Entscheidung über das beantragte Energievorhaben durch die Bezirksregierung Münster mit ein.

Weitere Informationen zu den Planunterlagen:

Service-Bereich, Kontaktformular, Inhaltsverzeichnis

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